Artenvielfalt im Weltgarten

Der Weltgarten ist auch ein Beitrag zur Artenvielfalt im Pflanzen und Tierreich.


Das Weltgartengelände war vorher eine verwilderte Wiese. An einigen Stellen wachsen ganze Inseln aus Brennnesseln.
Da  Brennnesseln wichtige Futterpflanzen für die Raupen vieler Tagfalter sind, bleibt immer eine Insel stehen. Auf den Brennnesseln haben sich in den letzten drei Jahren Raupen des Tagpfauenauges innerhalb weniger Tage von kleinen Räupchen zu stattlichen Raupen entwickelt und sind dann zur Verpuppung verschwunden. Insgesamt haben wir jeweils 3 Generationen Raupen beobachtet. Und im Garten ist der wunderschöne Falter bei schönem Wetter immer zu sehen. 2013 war aufgrund der Witterung eigentlich ein schlechtes Schmetterlingsjahr. Trotzdem gab es erstmals auch Raupen des kleinen Fuchses auf den Brennnesseln.

 

Auf dem Geländeteil, im vorderen Teil beim Teich, stehen verschiedene Distelarten- auch diese lassen wir zur Blüte kommen- auch sie sind für Raupen wie die des Distelfalters wichtig und außerdem sind Distelblüten wichtige Nektarpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten. 
Der  Schwalbenschwanz, unser größter Tagfalter und inzwischen sehr selten zu beobachten, ist ebenfalls Dauergast im Weltgartengelände -seine Suche gilt Möhren - wilden oder Gartenmöhren oder aber Fenchel und Kümmel. Er ist auf diese Pflanzen für seine Raupen angewiesen. Alles findet er im Weltgarten. Und wir finden dann an diesen Pflanzen seine auffallend bunten Raupen.

Ein großer Teil des Geländes ist als Wiese angelegt und mit vielen Wildblumen eingesät. Die Wiese hat sich sehr artenreich entwickelt. Demnächst werden Margeritten, Ackerwittwenblume, Klee, wilde Möhre, Glockenblume, Johanniskraut, Malven und viele andere in voller Blütenpracht stehen.

Die Wiese wird nur 1x gemäht damit sich alle Pflanzen aussäen können die zahlreichen Insekten immer  Nahrung finden oder Ihre Nachkommen sich entwickeln können. Zahlreiche Kleischmetterlinge,  Heuschrecken und Spinnen bevölkern neben anderen Insekten die Wiese.

 

Im Weltgarten sind Zauneidechsen heimisch. Sie stehen unter besonderem Artenschutz. Wir haben Ihre Gebietsansprüche mit kleinen Maßnahmen verbessert. Die aufgeschichteten Holzstämme, der Steinriegel und Sandkuhlen werden ideale Bedingungen für die Zauneidechsen schaffen.

Wo viel Insekten sind fühlen sich auch Vögel wohl. Und die im Winter stehengelassene Hirse oder die Kerne der Sonnenblumen haben ganze Vogelscharen in den Weltgarten gelockt

Das Beispiel des Weltgartens oder Teile davon lassen sich in dieser Hinsicht auch in jedem kleinen oder größeren Hausgarten verwirklichen. Vorausgesetzt, man verzichtet konsequent auf den Einsatz von Chemie im Garten. Auch im eigenen Interesse.

Schmetterlinge im Weltgarten

Nicht alle Sommer sind ideale Schmetterlingssommer, abhängig vom Wetter, gibt es natürliche Schwankungen bei den einzelnen Arten. Noch wesentlicher als der Wettereinfluss wirkt sich aber der Verlust von Lebensräumen und Futterpflanzen bei Schmetterlingen aus. Zu früh gemähte, artenarme Wiesen sind der Hauptgrund dafür, dass immer weniger Schmetterlinge fliegen. Als Nahrungsquelle vieler Schmetterlingsraupen haben wir eine Brennnesselinsl stehen lassen, dort fressen die Raupen von kleinen Fuchs, Tagpfauenauge, C Falter und Admiral . Und dies sogar in zwei manchmal drei Generationen. Sie und auch der Kaisermantel sind häufige Gäste, auch weil ihr Lieblingsstrauch, der Schmetterlingsflieder in allen Farben blüht.

Andere sind Nahrungsspezialisten:Am Kümmel, Fenchel und der wilden Möhre frißt die beeindruckende Raupe des Schwalbenschwanzes. Für den Zitronenfalter haben wir einen Faulbaum gepflanzt. Aurorafalter mögen Knoblauchsrauke und Wiesenschaumkraut und Bläulinge oder Landkärtchen finden auf unserer Wiese die geeigneten Nahrungspflanzen ebenso wie die unzähligen Nachtfalter, die wir selten zu Gesicht bekommen.

Bei unseren Führungen nutzen wir die Gelegenheit und informieren die zahlreichen Besucherinnen und Besucherwie wichtig z.B. Brennnesseln sind und wie man auch im eigenen Garten Artenschutz betreiben kann. Vorausgesetzt man gärtnert ohne Chemieeinsatz und man lässt Pflanzen stehen, damit sich Raupen und Puppen zu Faltern entwickeln können.

Infotafel Schmetterlinge
Raupen-Knäuel des Tagenpfauenauge

Der Schwalbenschwanz

Bisher in jedem Jahr kommen im Weltgarten Schwalbenschwanzraupen vor. So auch im letzten Sommer. Zunächst am Kümmel dann  Anfang September waren am Fenchel zwei dieser beeindruckenden Raupen zu sehen, während der Falter eher selten zu sehen war.

Raupe des Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz und Co

Die von Werner Auracher gepflanzten Sommerflieder locken wieder zahlreiche Falter zum Nektarsammeln an. Darunter auch der Sommergast Taubenschwänzchen und den Perlmuttfalter.

Teich

Der Teich im Weltgarten ist, obwohl er erst seit 3 Jahren existiert, bereits eine Augenweide und von zahlreichen Tieren und Pflanzen besiedelt. Für das Auge sind besonders die Teichrosen ein besonderer Anblick. Noch wichtiger ist aber der Teich für Amphibien, Libellen und andere Wassertiere, die den Teich umgehend besiedelt haben. Libellen besuchen den Teich in großer Zahl, bisher wurden bereits 6 verschiedene Arten gesichtet. und sie legen bereits eifrig Eier ab. Wasserläufer und Wasserkäfer haben sich ebenfalls sofort eingefunden. Bereits zum zweitem Mal laichen in diesem Jahr Grasfrosch und Erdkröten. Den ganzen letzten Sommer über quakte ein Grünfrosch und begrüßte die Besucher zuverlässig.


 

Der Teich entsteht

Der Teich wird besiedelt

Libellen im Weltgarten

Eidechsengarten

Der Eidechsengarten sollte für die Im Weltgarten vorkommenden Zauneidechsen mit Altholz, Steinhaufen und Sandkuhlen ideale Bedingungen schaffen. Und tatsächlich, sie haben sich im Weltgarten niedergelassen. An mehreren Stellen sind bei warmem Frühlings- und Sommerwetter Zauneidechsen zu beobachten. Auch in den Beeten und beim Wildbienenhaus gehen sie auch Insektenjagd. Im Spätsommer gesellen sich dann regelmäßig Jungtiere dazu.

Eidechsengarten und Zauneidechse

Zauneidechsen Weibchen (links) und Männchen


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